
© Wolfram Schubert | DKJS
Es herrscht gespannte Stille im Maßstabwerk als die drei jungen Männer vom Ernst Abbe Gymnasium Eisenach die Bühne betreten, in der Hand ein Legomodell eines Tauchroboters. Ihre Idee mit einem autonomen Tauchroboter Mikroplastik aus dem Meer zu fischen, überzeugte die Jury und brachte ihnen zusammen mit dem Team „Handwerk Plus“ den ersten Platz ein.
Beim ersten Impact Battle Westthüringen präsentierten Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Ruhla, des Elisabeth-Gymnasiums Eisenach und des Ernst-Abbe-Gymnasiums Eisenach ihre Ideen für eine bessere Zukunft. Vor Publikum und einer professionellen Jury stellten die Jugendlichen ihre Projekte vor, mit denen sie gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen aktiv angehen wollen.
Das innovative Wettbewerbsformat verbindet soziales Engagement, unternehmerisches Denken und schulische Bildung. In den vorangegangenen Projekttagen entwickelten die Teilnehmenden in kleinen Teams in ihren Schulklassen eigene unternehmerische Lösungsansätze für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen. Sie schärften ihre Geschäftsideen und lernten, ihre Projekte überzeugend vorzustellen. Dabei standen nicht nur kreative Konzepte im Mittelpunkt, sondern vor allem die Frage: Wie können junge Menschen mit ihren Ideen unsere Welt ein bisschen besser machen?
Wir glauben fest daran, dass die Fähigkeit eigene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen eine Kernkompetenz für das 21. Jahrhundert ist. Mit dem Impact Battle bieten wir Thüringer Schüler:innen eine Bühne für ihre Lösungsideen.
Fabian Pfundmeier
Projektleitung ThEx Young Entrepreneurs

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Organisiert wurde das Impact Battle Westthüringen von ThEx Young Entrepreneurs gemeinsam mit der Bildungsinitiative SEEd aus dem Netzwerk für unternehmerische Bildung Thüringen. Mit dem Wettbewerb kommt das Schulformat erstmals nach Thüringen und schafft eine neue Plattform für junge Menschen, die gesellschaftliche Themen mit unternehmerischem Denken verbinden möchten.
Von der Idee zum Pitch
Im Rahmen der Pitchsession stellten die Teams ihre Projekte der Jury vor. Die Jugendlichen überzeugten mit unterschiedlichen Ansätzen und zeigten, wie vielfältig gesellschaftliche Innovation sein kann. Die Teams widmeten sich u.a. den Themen Mental Health (Run4Wellbeing), Gleichberechtigung und Diskriminierung (Union of Equality), Bildung und Gemeinschaft (Skilling). Die Jury überzeugen konnten gleich zwei Teams mit innovativen Ansätzen, um die Weltmeere von Plastik zu befreien. Die Clean Water Company entwickelte ein an Schiffen anbringbares Filtersystem, um bei der Fahrt Plastik von der Oberfläche einzufangen (2. Platz). Throco plante einen autonomen Tauchroboter der Mikroplastik unter der Wasseroberfläche einfängt (1. Platz). Den ersten Platz teilt sich Throco mit dem Team von Handwerk Plus die eine innovative KI-gestützte Software für Handwerksbetriebe entwickelt haben.
Die Jury war breit aufgestellt und hochkarätig besetzt.
- Michael Frisch (Wirtschaftsförderung Eisenach)
- Sarah Falk (Wirtschaftsförderung Wartburgkreis)
- Daniela Kohtz-Wallor (IHK Erfurt)
- Joy Kehrer (SEEd Schule – Social Entrepreneurship Education)
- Vin Mangelsdorf (Young Founders Network YFN)
Sie bewertete die Ideen unter anderem hinsichtlich Innovationsgrad, gesellschaftlicher Wirkung und Umsetzungspotenzial.
Ich finde es beeindruckend, wieviel Mut die Schüler:innen gezeigt haben, sich in einem Raum voller fremder Menschen und einer professionellen Jury hier auf die Bühne zu stellen. Besonders gefallen hat mir die Idee von HandwerkPlus, weil sie für ein echtes Problem eine innovative Lösung entwickelt haben, die auch noch wirtschaftlich ist.
Vin Mangelsdorf
Jurymitglied, Teil des Young Founders Network

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Nach den Präsentationen hatten die Teams die Möglichkeit, ihre Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und neue Impulse aus dem Austausch mit anderen Teilnehmenden und der Jury aufzunehmen. Zum Abschluss wurden die Leistungen der Jugendlichen mit Laudationen und Zertifikaten gewürdigt.
Junge Menschen gestalten Zukunft
Moderiert wurde die Veranstaltung von Paul Marr aus Steinbach-Hallenberg, der sich bundesweit für Jugendbeteiligung und Engagement einsetzt und auch in seiner Heimatregion aktiv ist.
Ich habe es mir deutlich komplizierter vorgestellt, Lösungen für echte Probleme zu entwickeln. Die Workshops waren wirklich besonders und auch das Vortragen auf der Bühne hat mir viel Selbstbewusstsein mitgegeben. Ich würde auf jeden Fall anderen Schüler:innen dazu raten auch mitzumachen.
Hannah
Schülerin ASG Ruhla, Team Müslibären

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Das erste Impact Battle Westthüringen zeigt: Junge Menschen bringen nicht nur Ideen mit, sondern auch den Wunsch, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten. Mit Formaten wie diesem entstehen Räume, in denen Kreativität, Unternehmergeist und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen.
Weitere Informationen zum Wettbewerb: [www.impact-battle.de/thueringen]













